Bärlapp

( Lycopodium clavatum )

 

Familie der Bärlappgewächse

 

 

Blitzmoos, Denkraut, Drudenfuß, Drudenkraut, Erdmoos, Gürtelkraut, Hexenkraut, Johannisgürtel, Sankt Johannisgürtel, Harschar, Katzenleiterlein, Kote, Seihkraut, Seilkraut, Katzenleier, Krähenfuß, Krampfkraut, Lauskraut, Löwenfuß, Moosfarn, Sauerkraut, Schlangenkraut, Schweißwurz, Teufelsklauen, Weingrün, Zigeunermoos, große Teufelsklaue, Keulenbärlapp, Kolbenbärlapp, gewöhnlicher Bärlapp, Schlangenmoos, Harnkraut, Waldgürtel, Weinkraut, Wolfsklaue, Wolfsranke, Zigeunerkraut.

Die Sporen : Bärlappsamen, Hexen -, Alp -, Druden -, Fesenmehl, Blitzpulver, Streupulver, Erdschwefel. 

 

 

                              

( Sporenreife ) Juli - September,

 

                         

von Mai   -   September

                  

Die Sporen , das ganze Kraut

 


          

Ein bis zu 1 Meter langer kriechender Stengel , Erntezeit für die

Sporen ist erst im 4 oder 5 Jahr. Wächst in Europa in Nadelwäldern. Der in Deutschland angebotene Sporen wird dem russischen und polnischen häufig vorgezogen.


 

 

 

                             

Das Sporenpulver wird angewendet bei : Nieren- und Blasensteinen, Blasenkrampf, Blasenschwäche, Durchfall und Rheumatismus, in der Volksheilkunde als Wundpuder, harntreibend, bei Blasen- u. Nierenbeschwerden.

Bei Schwerkranken, wenn die Gefahr besteht, sie könnten sich auf- bzw. durchlegen als Wundpuder. Feinst gepulvert kann man es sogar in schon offene Stellen ( vorsichtig  verteilt und sehr behutsam ) einstreuen.

Die Pflanze wird verwendet, bei : Krämpfen, Menstruationsstörungen, Verstopfung, Harnverhaltung, wirkt bei Leber und Gallenleiden, bei   chronischer Leberentzündung ist der Tee unübertroffen, Magenkatarrh , Nierengrieß, Nierenkolik, Lungenschwindsucht. Gicht und Rheuma - auch wenn sich bereits Veränderungen der Gelenksformen zeigen, krankhaften Wucherungen am Bindegewebe der

Leber, evtl sogar bei Leberzirrhose, bei Hodenschmerzen, Hodenverhärtungen, evtl. bei Atemnot bei Herzasthma, bei Erkrankungen der Geschlechtsorgane ( nicht : Geschlechtskrankheiten ! ). Allerdings kann schon eine geringe Menge der Pflanze Brechreiz auslösen und es ist daher sicherer, wenn nur die Sporen verwendet werden.

 

                            

Bei Fuß- und Wadenkrämpfen in ein Kräuterkissen geben und auflegen. Dieses Kräuterkissen kann auch aufgelegt werden bei : Blasenkrämpfen, Narben die Krämpfe und Schmerzen auslösen. In Wein gekocht dient die Pflanze gegen die Hitze von Entzündungen.

 

 

 

 

Bei den Sporen sind keine Nebenwirkungen bekannt. Die Pflanze

ist aufgrund des Toxingehaltes giftig, Vergiftungen mit dem getrocknetem Kraut sind aber noch nicht bekannt geworden. Bei Verwendung gegen Durchfall ist Vorsicht geboten, da es zu schweren Darmkrämpfen kommen kann.

Sporen sind mit Vorsicht zu lagern, weil sie sehr leicht entflammbar sind.

 

 

bis 45 % Sporonin, 40 – 50 % fettes Öl, Klavatoxin, das Alkaloid Lykopodin.

 

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :

Die Pflanze wird auch in der Homöopathie verwendet.

 

Tinktur : 50 g. Bärlapp auf 250g. Weingeist. 14 Tage in der Sonne ansetzen. Filtrieren.

In einer Flasche aufbewahren. Erwachsene nehmen bei den oben angegebenen  Störungen  alle  2  Stunden  20 Tropfen , Kinder entsprechend weniger .

 

  

 

Dosierungsanleitung :

1 gestrichener Teelöffel auf ¼ Liter kochendes Wasser. Nur kurz ziehen lassen. Nur 1 Tasse pro Tag und zwar morgens nüchtern. Bei Lebererkrankung werden 2 Tassen getrunken

 

 

Kräuterkissen :         

Hier nimmt man , je nach Größe der verkrampften Stelle, 100 bis 300g. Das Kissen behält ca 1 Jahr seine Wirksamkeit.

 

 

 

 

Die Druiden verwendeten das Sporenpulver für Lichtblitze, es ist sehr leicht entflammbar.

Die Pflanze durfte nur nach genau festgelegten Richtlinien gesammelt werden, nur Druiden höchsten Ranges durften die Pflanze sammeln, dafür gab es eine spezielle Kleiderordnung und die Pflanze wurde sofort in weiße Tücher gehüllt.

 

Noch im 16. und 17. Jahrhundert rechnete man das Kraut zu den Moosen, das Sporenpulver wurde damals als Wundpuder für Kinder verwendet und kam auch gegen Hautschäden zum Einsatz.

Auch hier findet sich wieder die Verwendung des Sporenpulvers für Blitze und Feuererscheinungen im Theater genannt.  


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